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Rauchen
Was passiert, wenn ich nicht mehr rauche?
Wenn man mit dem Rauchen aufhört, hat dies zwei Vorteile für die Gesundheit. Ein Rauchstopp führt zu
- einer Senkung des Blutdrucks
- einer Senkung des Risikos Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkte, Gefäßerkrankungen) zu erleiden
Die positiven Effekte eines Rauchstopps treten relativ schnell ein. Das bedeutet
für den Blutdruck:
- bereits nach einer Woche sinkt der Blutdruck und die Herzfrequenz nimmt ab.
Das bedeutet aber auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
- bereits nach zwei Jahren geht das Risiko gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden auf das Niveau von Nichtrauchern zurück.
- bei einer Reduktion der gerauchten Zigarettenmenge um die Hälfte reduziert sich das kardiale Risiko auch um die Hälfte.
Mit dem Rauchen aufzuhören, ist somit ein lohnenswertes Ziel. Zudem werden Sie feststellen, dass Sie sich insgesamt wohler und leistungsfähiger fühlen. Auch Ihre Familie und Freunde werden es begrüßen, wenn Sie nicht mehr nach Zigarettenrauch riechen.
Wie kann ich mit dem Rauchen aufhören?
Wichtig ist zunächst, sich über die Gründe des Rauchens Gedanken zu machen. Rauche ich:
- aus Gründen der Geselligkeit, weil andere rauchen (Familie, Freunde)?
- zur Entspannung?
- zur Anregung?
- zum Abreagieren?
- zum Abnehmen?
- zum Genuss?
Nachdem man sich über die psychischen Hintergründe des Rauchens Gedanken gemacht hat, sollte abgeklärt werden, ob bereits eine körperliche Abhängigkeit besteht. Ein deutliches Zeichen hierfür ist, wenn die erste Zigarette bereits vor dem Frühstück geraucht wird.
Mit dem Fagerström-Test können Sie die Stärke Ihrer Nikotinabhängigkeit testen:
http://www.rauchfrei-info.de
Gegen die psychische Abhängigkeit kann man mit speziellen Tabakentwöhnungsprogrammen angehen.
Es gibt im Wesentlichen zwei Formen der Tabakentwöhnung:
- Schlusspunktmethode (sofortiges Aufhören)
- Schritt-für-Schritt-Methode (langsame Reduktion des Zigarettenkonsums bis zum völligen Aufhören)
Hilfreich bei der Tabakentwöhnung ist, wenn man zusammen mit Freunden oder in Gruppen aufhört. Zudem kann eine Verhaltenstherapie bei einem Arzt oder Psychotherapeuten den Erfolg erhöhen.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet ein Rauchfrei-Ausstiegsprogramm an. Informationen dazu finden Sie unter:
http://www.rauchfrei-info.de
Ist eine körperliche Nikotin-Abhängigkeit vorhanden, können gegen die Entzugserscheinungen vom Arzt verschriebene Nikotinpräparate helfen. Sie existieren in Form von:
- Pflastern
- Kaugummi
- Nasensprays
- Lutschtabletten
Ihr Arzt hilft Ihnen, anhand der bis vor dem Rauchstopp konsumierten Zigarettenmenge, die benötigte Dosierung an Nikotinpräparaten zu finden. Sollten Sie zu der Gruppe gehören, die unter dem sogenannten "craving"-Effekt leidet, d. h., dass Sie ein plötzliches Verlangen nach einer Zigarette haben, dann sind Kaugummis vorteilhafter als Pflaster.
Ein weiteres Medikament, das beim Rauchstopp eingesetzt wird, ist das Bupropion. Dabei handelt es sich um eine auf das Gehirn wirkende Substanz. Studien haben gezeigt, dass es die Entzugssymptome vermindern kann.
Zudem können Sie noch alternative Methoden der Tabakentwöhnung wie beispielsweise Hypnose und Akupunktur ausprobieren. Für diese Methoden gibt es jedoch keinen wissenschaftlichen Nachweis hinsichtlich der Wirksamkeit.
Soll ich anstatt Zigaretten besser Zigarre oder Pfeife rauchen?
Ein "Umsteigen" von Zigaretten auf Zigarren, Zigarillos oder Pfeife ist nicht zu empfehlen, da auch bei dieser Rauchform erhebliche Mengen an Nikotin und Schadstoffen aufgenommen werden. Ein weiteres Problem ist, dass viele ehemalige Zigarettenraucher den Zigarrenrauch inhalieren und somit noch mehr Schadstoffe als beim Zigarettenrauchen aufnehmen. Oft kehrt der Raucher nach einiger Zeit wieder zur Zigarette zurück.
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