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Risikofaktor erhöhter Cholesterinspiegel
Warum ist ein erhöhter Cholesterinspiegel gefährlich?
Cholesterin wird in der Leber produziert und abgebaut. Es ist ein wichtiger Baustein zum Aufbau von Zellen. Über den Blutstrom wird Cholesterin von der Leber zu den Zellen und nicht benötigtes Cholesterin von den Zellen zur Leber transportiert. Zum Transport wird es zusammen mit Eiweißen
in bestimmte "Verpackungsformen" gebracht.
- HDL (von engl. "high density lipoprotein")
- LDL (von engl. "low density lipoprotein")
 Cholesterinkreislauf
Ist zu viel Cholesterin in Form von LDL im Blut vorhanden, dann kann es sich an der Gefäßwand anlagern und dort eine Entzündungsreaktion auslösen. Die Entzündungsreaktion schädigt die Gefäßwand und führt schließlich zur Gefäßverkalkung. LDL wird deshalb auch als das "schlechte" Cholesterin bezeichnet.
HDL hingegen kann überschüssiges Cholesterin im Blut aufnehmen und zur Leber zurücktransportieren. Dabei kann es auch das Cholesterin aus den Gefäßwänden aufnehmen und verringert somit die Verkalkungsprozesse. Es wird deshalb auch als "gutes" Cholesterin bezeichnet.
 Einfluss eines erhöhten Cholesterinspiegels auf Herz und Gefäße
Ein Zusammenkommen von Bluthochdruck und hohem LDL führt demnach zu einer doppelten Schädigung der Gefäßwand, durch die Druckbelastung und die Anlagerung von Cholesterin. In diesem Fall verkalken die Gefäße besonders schnell.
Das Risiko eines Herzinfarkts ist stark erhöht.
Ab wann spricht man von einem erhöhten Cholesterinspiegel?
Von erhöhten Werten spricht man, wenn:
- das Gesamtcholesterin einen Wert von 250 mg/dl (6,5 mmol/l) übersteigt
- das LDL einen Wert von 160 mg/dl (4,1 mmol/l) übersteigt
Wichtig ist auch die Höhe des "guten" Cholesterins. Ein zu niedriger HDL-Wert führt dazu, dass Cholesterin nicht mehr von den Gefäßwänden zur Leber transportiert werden kann. Zudem hat man herausgefunden, dass HDL antientzündlich wirkt und die Gefäßwand vor Schäden schützen kann.
Von einem normalen Wert für HDL spricht man
- bei Frauen ab einem Wert von 65 mg/dl (1,68 mmol/l)
- bei Männern ab einem Wert von 55 mg/dl (1,45 mmol/l)
Sind die Werte niedriger, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an.
Wie bemerke ich einen erhöhten Cholesterinspiegel?
Ein erhöhter Cholesterinspiegel verursacht ähnlich dem Bluthochdruck, sofern er nicht extrem erhöht ist, keine Symptome. Bei dem durch eine Erbkrankheit verursachten familiär hohen Cholesterinspiegel treten die folgenden Krankheitszeichen auf:
- Hautknoten
- hellgelbe flache Knötchen an den Augenlidern
- weißlicher trüber Kreis an der Hornhaut des Auges
Diese Zeichen treten jedoch bei den meisten Patienten mit einem nicht familiär bedingten hohen Cholesterinspiegel nicht auf. Möchte man daher wissen, ob der Cholesterinspiegel zu hoch ist, muss der Arzt eine Blutuntersuchung durchführen.
Warum kommt es zu einem erhöhten Cholesterinspiegel?
Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann folgende Ursachen haben:
- genetische Erkrankung im Fettstoffwechsel (familiär hoher Cholesterinspiegel)
- Stoffwechselerkrankung (Diabetes, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen)
- Ernährung
Am häufigsten tritt ein hoher Cholesterinspiegel durch falsche Ernährung auf, durch ein Zuviel an ungesättigten tierischen Fetten, Zucker und Alkohol.
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